Konzept

 

 

 

 

 

         Die Kinder regieren in der Kinderstadt!

 

Sie wählen eine Bürgermeisterin, einen Bürgermeister, gründen einen Stadtrat, eröffnen ein Einwohnermelde- und Arbeitsamt oder lernen verschiedene Berufe kennen. Die Kinder probieren sich beispielsweise als Fotograf*in, Journalist*in, Radio-Reporter*in, Tischler*in, Maler*in, Bäcker*in, Bademeister*in oder als Verkäufer*in. Im TVStudio werden die Kinder Nachrichtsendungen produzieren. Alle Berufe werden von ehrenamtlichen Helfer*innen betreut.

Sie treten jedoch nicht etwa als Vorgesetzte auf, sondern zeigen den Kindern lediglich, was man für die einzelnen Berufe wissen muss, damit die kleinen Berufstätigen sich dann möglichst selbstständig und kreativ entfalten können.

Kinder erleben in dieser Inszenierung von Wirklichkeit im Zeitraffer Ausschnitte des Erwachsenenlebens. Ihr, in der normalen Welt, oft durch Regeln und Erwachsene eingeschränktes Handlungsfeld erweitert sich im Spiel zu einer breiten Palette an Möglichkeiten - an einem einzigen Tag können sie als Journalist*in bei der Zeitung arbeiten, Kandidat*in für den Posten des Bürgermeisters, der Bürgermeisterin, sein und dazwischen zum Essen oder ins Kino gehen.

Alle Kinder zwischen 6 und 14 Jahren dürfen mitmachen. Viele Eltern sind über die Ferien berufstätig und genau deshalb wird es die Kinderstadt geben. Und natürlich auch, weil die Kleinen da die Möglichkeit haben, mal ganz groß mitzuspielen. Sie verwalten das eigene Geld, arbeiten in verschiedenen Betrieben und können selbst einfach aktiv sein.

Gerade auf dem Stracks Hof darf die Einbindung in die Landwirtschaft nicht fehlen. Hier haben die Kinder die Möglichkeit die Haltung und Versorgung von Nutzvieh erfahren zu können. z.B. eine Kuh zu melken, die Eier für das Frühstück aus dem Hühnerstall zu holen, die Kartoffeln für das Mittagessen auszumachen usw.

 

 

Kinder erleben Politik oftmals als etwas Abgehobenes, das mit ihrer Lebenswirklichkeit kaum etwas zu tun hat. Die Zusammenhänge von Politik und Alltag nehmen sie kaum wahr. Genau an diesem Punkt setzt das Konzept der Kinderstadt an: Die Kinderstadt ermöglicht es ihnen in einem für sie überschaubaren Rahmen Politik zu erleben – und dabei selbst zu entscheiden und zu handeln. Sie erfahren dabei aktiv wie Demokratie funktioniert, welche Faktoren einen Währungskreislauf beeinflussen oder wie Regeln und Gesetze entstehen. Im Alltag einer Kinderstadt kommt es zu Regelbrüchen, Unzufriedenheit mit Gehältern und Steuern oder anderen Herausforderungen, mit denen die Kinder als Bürger*nnen der Kinderstadt in demokratischer Weise umgehen müssen. So können Werte und Visionen einer gerechten Gesellschaftsform entwickelt und direkt ausprobiert werden.

Da wird in der Bäckerei gebacken, die Spedition liefert die Ware aus, verdient dadurch Geld, das sie an die Angestellten auszahlt, die sich eine frische Waffel leisten oder mit einem Tret-Taxi in das Kino fahren können. Auch Politik spielt eine Rolle: Jeden Tag gibt es eine Bürgerversammlung, am zweiten Tag wird ein Bürgermeister gewählt.

 

            Hinter der Kinderstadt auf dem Stracks Hof steckt ein pädagogisches Konzept               

 

            Jeder  übernimmt eine Verantwortung

 

             Den Kindern wird ermöglicht, die alltäglichen Lebensprozesse der Erwachsenen spielerisch                zu erfahren. Durch die umfassende und überzeugende Spielwelt können Kinder mit                            ansonsten schwer verständlichen oder vermittelbaren sozialen Prozessen (Gemeinderat,                    Wahlen,             Demokratie), wirtschaftlichen Zusammenhängen (Inflation, Arbeitslosigkeit,                Angebot und Nachfrage) sowie mit dem Erwachsenenleben erste Erfahrungen und                              hautnahe  Erlebnisse sammeln.

Ein weiterer wichtiger Ansatz ist es, Kindern zu Mitwirkung an öffentlichen Prozessen und zur Übernahme von Verantwortung zu animieren. Hierbei geht es darum, Kindern politische Prozesse näher zu bringen und dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder ihre Rechte wahrnehmen bzw. wahrnehmen können. Kinder werden gefördert und befähigt, sich bei Veranstaltungen besonders um andere Kinder zu kümmern. Insbesondere spielen und lernen Kinder verschiedenen Alters gemeinsam.

Die Verrichtung einer beruflichen Tätigkeit im spielerischen Rahmen der Kinderstadt gibt jungen Menschen das Gefühl, Verantwortung zu tragen und wichtig zu sein. Kinder bauen Hemmungen ab, gewinnen Selbstbewusstsein und erkennen eigene Stärken und Talent

 

 

 

             Erwachsene in der Kinderspielstadt

 

 

Es gibt sie und zwar in mehreren grundverschiedenen Rollen!

 

 

Da sind zuerst die, die die Kinderstadt veranstalten - zumeist Erwachsene mit pädagogischer Ausbildung und viele Helfer. Sie halten sich soweit es möglich ist aus der Handlung heraus, stellen aber die nötige Infrastruktur und die Einhaltung der Regeln sicher.
Sie unterstützen und beraten, regen an und initiieren und lösen gemeinsam mit den Kindern Probleme und Konflikte. Sie sind unverzichtbar für das Spiel.

Dann gibt es Eltern – Die Kinderstadt auf dem Stracks Hof ist elternfreie Zone

 

Für Eltern heißt es  „Wir müssen draußen bleiben!“

Mit einer Ausnahme: An vorgegebenen Tagen und Terminen können Erwachsene an Führungen durch die Kinderstadt teilnehmen oder sich im Elterngarten aufhalten, aus diesem hat man keine Einblicke in das Stadtgeschehen. Dazu wird am Rathaus ein spezielles Visum für Erwachsene geben. Diese Besucher sind dann  namentlich registriert. Das Visum läuft nach einer bestimmten Zeit ab. Zum Teil werden durch das Erwachsenen-Visum auch neue Arbeitsplätze geschaffen, die dann als Kontrolleure (Ordnungsamt) die Visa der Erwachsenen inspizieren. Die Kinder können sich so ungestört auf die Spielform einlassen und die Mitarbeiter müssen sich nicht noch zusätzlich um fragende oder auch meckernde Väter und Mütter  kümmern.
Dadurch erhalten Eltern die Möglichkeit die Energie, Freude und Neugierde, mit der sich ihre Kinder in dem Spiel bewegen und bewähren zu teilen.
Erwachsene als Beobachter, Experten und Medienleute - Sie kommen aus Interesse oder weil sie eine Aufgabe übernommen haben. 

Auch ist es wichtig, dass externe Partner aus der großen Stadt (Politiker, Verwaltungsleute, Berufsexperten) einbezogen werden. Durch diese Öffnung und Erweiterung des Lernmilieus wird dieses zu einem gesellschaftlichen und sozialen „Bildungslabor“, in dem kommunikativ und interaktiv geforscht und experimentiert werden kann.

 

 

 

 

Hier finden Sie uns

Stracks Hof
Raiffeisenstraße 23
53773 Hennef (Sieg)

 

      02248 - 30 90 625

Druckversion Druckversion | Sitemap
auf dem Strack's Hof, Raiffeisenstraße 23, 53773 Hennef-Uckerath Copyright by Alda 2017